|
5. Spieltag - FSG Bensheim – 1. FFC Runkel 2:6 (1:5)
Vor dem Heimspiel gegen Runkel waren die Fragezeichen hinter dem unbekannten Gegner groß. Die Gäste aus dem Kreis Wiesbaden marschierten in den vergangenen beiden Spielzeiten mit beeindruckenden Bilanzen durch Kreisober- und Gruppenliga. Als Aufsteiger in der Verbandsliga Süd stand man vor dem Spiel mit 4 Punkten auf Augenhöhe mit den FSG-Damen. Diese erhofften sich einen kleinen Vorteil dadurch, dass die Gäste -auf deren Wunsch das Spiel auf Sonntag verlegt wurde- bereits am Vortag eine Partie absolvieren mussten.
Zwar hatten die FSG-Frauen in der ersten Viertelstunde mehr Spielanteile, von Müdigkeit und schweren Beinen war auf Seiten der Gäste allerdings nichts zu spüren. Gegen eine zunehmend verunsicherte Heimelf erspielte sich der 1. FFC plötzlich eine Großchance nach der anderen. Folgerichtig rappelte es nach 18 Minuten zum ersten Mal im Gehäuse der Bensheimerinnen. In einem wirren Gewühl im 5er konnten die Gäste zum verdienten 0:1 einstochern.
In der 28. Minute kam es zu einer Freistoßchance für die Bergsträßerinnen. Aus eigentlich harmloser Position 30 Meter vor dem Kasten nahe der Seitenlinie schlug Nadine Guthier den Ball herein. Die Runkeler Torfrau ließ die Kugel vor sich aufspringen und nahm es reaktionslos hin, dass sich der Ball zum schmeichelhaften 1:1 über ihren Kopf ins Netz senkte.
Ein solches Geschenk konnten die Bensheimerinnen natürlich nicht annehmen und reichten dieses postwendend zurück. Einen Freistoß aus 35 Metern, der zwar stramm, aber harmlos und mittig aufs FSG-Tor kam, ließ Tanja Strasser durch die Handschuhe rutschen, so dass der alte Vorsprung wieder Bestand hatte.
Was folgte war eine Demonstration, wie man eine im Tiefschlaf befindliche Mannschaft auseinander nimmt. Von der Mittellinie konnten die Gäste den Ball unbehelligt bis an den Strafraum tragen, beim finalen Pass im 16er schauten die Abwehrspielerinnen bewundernd zu und Bewegung trat erst wieder ein, als man nach den Gegentreffern Richtung Anstoßkreis tapste. Aus nahezu identischen Spielzügen erhöhte Runkel so in Minute 33 und 37 auf 1:4. Fünf Minuten später kam es noch bitterer als ein Abpraller nach einer Ecke sehenswert per Volley vom Elfmeterpunkt zum 1:5 vollstreckt wurde.
Das Positivste an dieser ersten Hälfte: es war ein wunderschöner Spätsommernachmittag mit strahlendem Sonnenschein. Etwas Gutes am FSG-Spiel konnten die zahlreichen Zuschauer auch mit viel Phantasie nicht entdecken. Mit einer solchen Leistung und Einstellung hat man in der Verbandsliga schlichtweg nichts verloren.
Zur Halbzeit stellte Simone Rechel um. Für Nadine Schulz und Sandra Weickel kamen Michele Kolundzic und Ramona Fuhlrot. Insbesondere Ramona Fuhlrot belebte das Angriffsspiel der FSG. Mit einer sehr ansprechenden Leistung beschäftigte sie die Gästeabwehr im gesamten zweiten Abschnitt. Schade, dass ihr ein sicherlich verdientes Tor verwehrt blieb.
Insgesamt gelang es der Heimelf nun besser, das Spiel offen zu gestalten und sich eigene Chancen zu erarbeiten, ohne dabei aber zwingend zu sein. Das zwischenzeitliche 1:6 in der 69. Minute gab die Spielverhältnisse auf dem Platz nun nicht mehr wieder.
Für ein versöhnliches Ende sorgte in der 89. Minute Tina Schneller mit dem zweiten Heimtor. Ein scharf geschossener Eckstoß von rechts fand seinen Weg auf den kurzen Pfosten. Die FFC-Torfrau bekam ihre Fäuste erst hinter der Linie an den Ball.
Dass der Klassenerhalt kein Spaziergang wird, war allen Beteiligten vorher klar. In der Verbandsliga gibt es für die FSG keine leichten Gegner, es gibt bestenfalls schlagbare. Bei allem Respekt vor dem Gegner und der Leistung zwei Punktspiele in 2 Tagen zu absolvieren, kann der 1. FFC Runkel auch nachträglich nicht in die Kategorie „unschlagbar“ eingestuft werden. Niederlagen sehen die Fans, die der FSG nach wie vor in großer Zahl die Treue halten, gerne nach, solche Leistungen wie in der ersten Halbzeit aber sicher nicht lange. Es muss sich einiges an Einstellung und Motivation ändern, will man den Anschluss ans Mittelfeld nicht vorzeitig verpassen. Die nächsten Gelegenheiten werden nicht lange auf sich warten lassen. Mit Heimspielen am 02. und 05.10. steht der FSG die nächste englische Woche ins Haus.
Es spielten: Tanja Strasser, Lena von Machui, Eileen Schaffert, Anna Schwerdt, Nadine Schulz (45. Michele Kolundzic), Nadine Guthier (60. Bianka Gniffke), Dunja Gutsch, Silvia Hett, Astrid Fischer, Tina Schneller, Sandra Weickel (45. Ramona Fulroth). Tore: 0:1 18., 1:1 Nadine Guthier 28., 1:2 30., 1:3 33., 1:4 37., 1:5 42., 1:6 69., 2:6 Tina Schneller 89.
Bericht: Björn Rechel
4. Spieltag - Kickers Offenbach - FSG Bensheim 2:2 (0:2)
Am zweiten Winzerfestsamstag fuhren die Damen der FSG Bensheim zum Mitaufsteiger Kickers Offenbach auf den Bieberer Berg.
In der Vorwoche nach einer verschlafenen 1. Halbzeit 2:4 verloren, waren die Mädels des FSG-Teams heute von Anfang an die aktivere Mannschaft. Motiviert und kreativ nahm man das Spiel nun selbst in die Hand und wurde mit guten Chancen belohnt.
Bereits in der 25. Minuten köpfte Dunja Gutsch nach einem Eckball von Tina Schneller die Bensheimerinnen in Führung.
Nach dem 0:1 mussten die FSG-Mädels jedoch zunächst um die verdiente Führung bibbern: In der 27. Minute entschied Schiedsrichter Bologna (Hanau) auf Strafstoß, den die Elfmeterschützin Romi Keßler jedoch knapp vergab.
Anschließend meldete sich Dunja Gutsch mit einer herausragenden Leistung als Torjägerin zurück. Ihre Offensivstärke stellte Sie in der 38. Minute mit einem Alleingang und dem folgenden Treffer zum 0:2 erneut unter Beweis.
Mit dem 0:2 Halbzeitstand wurde man für eine aktive und attraktive 1. Halbzeit belohnt.
Zu Beginn der 2. Halbzeit dominierte das Team aus Bensheim weiterhin das Spiel. Jedoch wurde der Spielfluss des FSG-Teams durch den etwas unglücklichen Anschlusstreffer von Nancy Orhan in der 50. Minute unterbrochen. Die Bensheimerinnen spielten nun wie ausgewechselt defensiv und verunsichert, was den jetzt angriffslustigeren Offenbacherinnen weiter Aufwind verschaffte. So wurde es vor dem Bensheimer Tor immer häufiger gefährlich. Den angeschnittenen Eckball durch Christin Funke in der 72. Minute konnte die ansonsten sichere Bensheimer Torhüterin Tanja Strasser nicht erreichen und es kam zum 2:2, das sich bereits vorher ankündigte.
In den folgenden 18 Minuten revanchierte sich Tanja Strasser jedoch gleich mehrmals für diesen Fehler. In 1:1 Situationen gegen die nun hochmotivierten Offenbacherinnen verteidigte sie das Bensheimer Tor immer wieder erfolgreich. Zusammen mit Dunja Gutsch, die in der gegen Ende verletzungsgeschwächten Defensive aushalf und auf der Linie per Kopf klärte, konnte Tanja Strasser eine Auswärtsniederlage durch ihre hohe Einsatzbereitschaft verhindern.
Eine Niederlage wäre dem Spielverlauf mit guter erster Halbzeit der FSG nicht gerecht geworden. Der 2:2 Endstand ist daher fair, für beide Mannschaften im Spiel um den Klassenerhalt jedoch nicht befriedigend. Drei Punkte können in der Verbandsliga eben nur mit einer konstant guten Mannschaftsleistung über 90 Minuten erzielt werden – das wird auch für das kommende Heimspiel gegen das Aufsteigerteam aus Runkel gelten.
Es spielten: Tanja Straßer, Anna Schwerdt (78., Gisela Thomsen), Sabrina Krusche, Lena von Machui, Bianka Gniffke (74., Nadine Schulz), Nadine Guthier, Astrid Fischer, Ramona Fuhlrot (57., Annika Schuhmacher), Dunja Gutsch, Tina Schneller, Sandra Weickel. Tore: Dunja Gutsch (27., 38.)
3. Spieltag - FSG Bensheim – FC Viktoria Schaafheim 2:4 (0:1)
Bei hochsommerlichen Temperaturen wollten die Bensheimerinnen am Samstag die vorangegangene 0:7-Pleite gegen Mittelbuchen vergessen machen. Auch auf den Rängen machte sich das Wetter bemerkbar. Einige Fans hatten das Freibad anscheinend dem Fussballplatz vorgezogen, so dass der Zuschauerzuspruch etwas geringer war als bei den letzten Heimauftritten.
Die guten Vorsätzen konnten die Hausherrinnen zu Beginn noch nicht umsetzen. Statt Angriffsfußball hieß es erneut verteidigen.
In der 9. Minute lag den Gästen der Torjubel bereits auf den Lippen, doch Sabrina Krusche griff beherzt ein und kratzte den Ball mit vollem Einsatz noch von der Torlinie.
Mangelnder Einsatz war den Bensheimerinnen trotz widriger Bedingungen auf dem heißen Kunstrasenplatz nicht vorzuwerfen, aber das taktische Verhalten war mangelhaft. Schaafheim zeigte im ersten Abschnitt die reifere Spielanlage. Folgerichtig erzielten die Gäste in der 23. Minute auch das 0:1.
In der 45. Minute gab es eine weitere Großchance für Schaafheim, doch allein vor dem Tor, schoß die Gästestürmerin knapp links vorbei.
Simone Rechel konnte mit ihrer Mannschaft zur Pause nicht zufrieden sein. Angesichts des klaren Chancenverhältnisses war man mit dem 0:1 zunächst gut bedient.
Taktisch neu geordnet und mit gutem Einsatz kam die FSG aus der Kabine und erste Chancen wurden erspielt, doch Dunja Gutsch scheiterte nach gutem Abschluss aus spitzem Winkel (51.) an der gegnerischen Torfrau, die auch eine direkt auf das Tor gezogene Ecke von Tina Schneller abwehren konnte (54.). Nach einem weiteren Eckball kam erneut Dunja Gutsch frei im 5er zum Kopfball, verfehlte das Tor aber knapp (61.).
Ein Ausgleich der Heimelf schien nur eine Frage der Zeit, als die Nr. 8 der Gäste die Abwehr der Heimmannschaft ausdribbelte und zum 0:2 abschloss.
Doch die Bensheimerinnen zeigten Moral und rannten weiter an. Als ein steiler Ball die gegnerische Abwehr überflog, sprintete Astrid Fischer diesem in der 67. Minute nach und markierte den Anschlusstreffer. Bereits in der 69. Minute kam es jedoch zu einem Eckstoß für die Gäste. Der eigentlich unplatzierte Kopfball senkte sich unglücklich ins rechte Eck zum zwischenzeitlichen 1:3.
Bemerkenswert wie die FSG auch diesen Rückschlag wegsteckte und weiter an einen Punktgewinn glaubte. In der 75. Minute setzte sich Dunja Gutsch gut über links durch, wurde aber etwas zu weit abgedrängt, um einen Treffer zu erzielen.
In der 78. Minute prallte ein gehaltener Freistoß vor die Füße von Sandra Weickel. Deren Schuss traf Dunja Gutsch unglücklich am Kopf. Ohne diese Berührung hätte der Ball die Torlinie zum 2:3 passiert. Dieser Treffer hätte vermutlich nochmal neue Kräfte freigesetzt.
Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel (82.) besiegelte die Spielführerin der Viktoria allerdings endgültig die zweite Saisonniederlage der FSG.
Mit einem sehenswerten Freistoßtreffer aus 30 Metern konnte Tina Schneller das Ergebnis in der letzten Spielminute noch auf 2:4 korrigieren.
Angesichts der Überlegenheit in der ersten Hälfte war der Sieg für Schaafheim keineswegs unverdient, aus Sicht der Bensheimerinnen, in Anbetracht der Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt, jedoch auch vermeidbar. Für die FSG bleibt die Erkenntnis, dass in der Verbandsliga 90 konzentrierte Spielminuten erforderlich sind, um Punkte einzufahren.
Nach drei Spielen in acht Tagen freuen sich die Bensheimerinnen auf ein bisschen Erholung und das kommende Gastspiel am 10.09.2011 bei Kickers Offenbach.
Es spielten: Tanja Strasser, Bianka Gniffke, Lena von Machui, Anna Schwerdt (Natascha Bassanello, 45.), Ramona Fulhroth (Michéle Kolundzic, 60.), Nadine Guthier (Annika Schuhmacher, 65.), Sabrina Krusche, Dunja Gutsch, Astrid Fischer, Tina Schneller, Sandra Weickel. Tore: 0:1 23., 0:2 63., 1:2 Astrid Fischer 67., 1:3 69., 1:4 82., 2:4 Tina Schneller 90.
2. Spieltag - FSG Bensheim - 1. FC Mittelbuchen 0 : 7 (0:5)
Am Samstag beim Saisonauftakt lernten die FSG-Damen ihre Möglichkeiten in der Verbandsliga kennen, beim ersten Heimspiel am Mittwoch ihre Grenzen. Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Mittelbuchen gab es nichts zu holen. Ungewohnterweise mußte man an diesem Spätsommerabend auf den Rasenplatz ausweichen. Eine stattliche Zuschauerzahl war nach dem unerwarteten Auswärtssieg neugierig auf die Heimpremiere der FSG.
Bereits in den ersten Spielminuten zeigten die Gäste, weshalb man in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Hessenliga nur knapp verpasst hatte. Ballsicherheit, kombiniert mit Spielverständnis und technischem Geschick – dies traf auf jede Spielerin der Gastelf zu.
Nach 4 Minuten zeigte allerdings die Heimmannschaft was man sich vorgenommen hatte. Mit schnellen Kontern wollten die FSG-Damen Nadelstiche setzen. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte schalteten die Bensheimerinnen schnell um. Astrid Fischer spielte steil auf die quirlige Sandra Weickel die sofort für Torgefahr sorgte. Die Aktion blieb allerdings für lange Zeit der einzige Hoffnungsschimmer.
In der 7. Minute bekam die Heimelf den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrzone. Einen Abpraller konnten die Gäste mit einem unhaltbaren Schuss vom 16er ins rechte Eck zum 0:1 nutzen.
In der 12. Minute unterlief die ansonsten aufmerksame Torfrau Tanja Strasser einen hohen Ball im eigenen Strafraum. Die Mittelbucher-Stürmerin konnte problemlos mit dem Kopf zum 0:2 vollstrecken.
Anschließend konnten die Bensheimerinnen das Spiel etwas offener gestalten. In der 36. Minute ergab sich eine Freistoßchance für das Heimteam, doch Tina Schnellers gewaltiger Schuss aus 35 m verfehlte das Tor knapp.
Dann kam es vor der Halbzeit aber doch noch knüppeldick für Bensheim. In der 40. Minute ahndete der Schiedsrichter diverse Offensivfouls bei einem Gästeangriff nicht. Letztlich schloss eine FC-Spielerin mit einem sehenswerten Schuss aus 20 m zum 0:3 ab.
In der 42. zogen die Gäste über links auf die Grundlinie und verwerteten die präzise Flanke per Kopf zum 0:4. Mit dem Halbzeitpfiff wurde ein Angriff über rechts sogar noch erfolgreich zum 0:5 abgeschlossen.
Im zweiten Abschnitt zeigte die Truppe von Trainerin Simone Rechel Moral. Trotz hoffnungslosem Zwischenstand und deutlicher Überlegenheit der Gäste kämpfte man darum weitere Treffer zu vermeiden, was zunächst auch gelang.
Nachdem die Heimmannschaft im Rahmen eines Eckballs in der 67. Minute weit aufgerückt war, erspielten sich die Mittelbucherinnen mit einem temporeichen Konter jedoch das 0:6.
In der 78. Minute fiel Astrid Fischer nach einer Flanke und einem Kontakt mit einer Gegenspielerin unglücklich mit dem Ball ins eigene Tor. Ob der Aktion ein Foulspiel vorausgegangen war, war sicherlich diskutabel, angesichts des deutlichen Ergebnisses von mittlerweile 0:7 jedoch nicht ausschlaggebend.
Es bleibt die Erkenntnis, dass es in der Verbandsliga Mannschaften gibt, denen die FSG-Damen noch nicht das Wasser reichen können. Andererseits hat man das Kunststück geschafft nach zwei Spielen trotz eines Torverhältnisses von 1:7 drei Punkte auf dem Konto zu haben und die können den Bensheimerinnen nicht mehr genommen werden. Jetzt gilt es gegen die Gegner, die sich auf Augenhöhe befinden, Punkte einzufahren. Bereits am Samstag im Heimspiel gegen Viktoria Schaafheim (17.00 Uhr) wird es hierzu Gelegenheit geben.
Es spielten: Tanja Strasser, Bianka Gniffke, Lena von Machui, Anna Schwerdt, Nadine Guthier (Nadine Schulz, 60.), Annika Schuhmacher (Sabrina Krusche, 46.), Dunja Gutsch, Astrid Fischer, Tina Schneller, Sandra Weickel, Michéle Kolundzic (Sonja Hassenpflug, 83.)
1. Spieltag - Germania Wiesbaden - FSG Bensheim 0 : 1 (0:1)
Nach 7-wöchiger Vorbereitung fuhren die FSG-Damen am Samstag, 27.08.2011, mit gemischten Gefühlen zum ersten Verbandsligaspiel bei Germania Wiesbaden, konnte man die Gegner der neuen Liga und die eigenen Fähigkeiten im Vergleich doch noch schwer einschätzen. Nach mehreren Verletzungsausfällen in der Vorbereitung, war der Kader erst zum heutigen Spiel - bis auf Silvia Hett - wieder voll einsatzfähig.
Die Partie begann um 17:10 Uhr leicht verspätet. Von dem Titel „Regionalliga-Absteiger“ der Germaninnen wenig beeindruckt, war die FSG von Anfang an hell wach und erspielte sich bereits in der 2. Minute nach einem Pass auf Tina Schneller die erste gute Torchance. Auch die jüngsten Spielerinnen Michéle Kolundzic und Sandra Weickel (beide 15 Jahre alt) setzten sich in der 20. Minuten durch einen Konter in Szene. Statt selbst den Abschluss zu suchen, passte Michéle im gegnerischen 16er uneigennützig auf die Mitspielerin die jedoch im Abseits stand, so dass die Führung, die zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen wäre, noch ausblieb.
In der 27. Minute wusste sich Eileen Schaffert nach Fehlern im Aufbauspiel nur per Notbremse zu helfen und sah daraufhin Rot. Dem Bensheimer Spiel verlieh dies ganz nach dem Mannschaftsmotto „Alle für einen - einer für alle“ jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: In der 37. Minute staubte Sandra Weickel nach einem Torschuss von Dunja Gutsch auf der Torlinie zum 0 : 1 Führungstreffer ab.
Auch in der zweiten Halbzeit kämpfte die Mannschaft geschlossen um ihren ersten Saisonsieg. Jetzt defensiver ausgerichtet vereitelten die Bensheimerinnen konstant die Torchancen der Gegner, die offensiv stark besetzt waren. Durch Konteraktionen über Sandra Weickel schaffte man es trotz Unterzahl sogar immer wieder die gegnerische Abwehr unter Druck zu setzen und die eigene Defensive zeitweilig zu entlasten. Der erlösende Abpfiff in der 92. Minute besiegelte schließlich den ersten Saisonsieg.
Mit den ersten drei Punkten in der Tasche ist der Mannschaft der erfolgreiche Start in der Verbandsliga geglückt.
Es spielten: Tanja Strasser; Anna Schwerdt; Eileen Schaffert (Rot, 27.); Lena von Machui; Bianka Gniffke (Annika Schuhmacher, 60.); Astrid Fischer (Nadine Schulz, 75.); Nadine Guthier; Michéle Kolundzic; Tina Schneller (Gisela Thomsen, 90.); Dunja Gutsch; Sandra Weickel Bericht: Simone Rechel
|